Freiarbeit

Seit über 12 Jahren läuft in der Unterstufe der AHS (dann KMS, jetzt WMS) Theodor Kramer Straße das Modell „Freiarbeitsklassen“, im Rahmen dessen SchülerInnen zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen hingeführt werden sollen.

Jeder Mensch ist einzigartig und hat daher ein Recht darauf, dass diese Einzigartigkeit auch in der Schule berücksichtigt wird. Durch die Öffnung des Unterrichts in Form der Freiarbeit ist ein individuelles Fordern und Fördern möglich, indem die SchülerInnen je nach individuellen Kompetenzen arbeiten und die LehrerInnen sich mit den Fragen einzelner SchülerInnen beschäftigen können. Die Lernmaterialien sind nach verschiedenen Schwierigkeitsstufen konzipiert, sodass bessere SchülerInnen schwierigere Aufgaben (ExpertInnen-Aufgaben) lösen, während sich schwächere SchülerInnen mit einfacheren Aufgaben (Basis-Aufgaben) beschäftigen.

Durch die Freiarbeit lernen die SchülerInnen sehr früh, die Verantwortung für ihre Arbeiten zu tragen, indem sie ihre Arbeitszeit frei einteilen, sich für ein Fach und für eine bestimmte Sozialform entscheiden. Durch die Reflexion ihrer Arbeitsweise lernen SchülerInnen sich zu verbessern und ihre Arbeitsweise zu verändern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir in den Freiarbeitsklassen -neben dem kognitiven Wissen -besonderen Wert auf Sozialkompetenzen wie z.B. demokratische Entscheidungen, Verantwortung für das Klima in der Klasse, Unterstützung von SchulkollegInnen oder respektvoller Umgang miteinander legen. Die SchülerInnen und LehrerInnen haben ein besonderes Verhältnis zueinander, da im Rahmen der Freiarbeit ein individueller Kontakt möglich ist und da sich LehrerInnen als Coaches ihrer SchülerInnen sehen, mit dem Ziel, dass möglichst alle ihre Fähigkeiten nutzen.

Die Stunden in der Freiarbeit ergeben sich aus dem „normalen“ Stundentopf, d.h. wenn ein Fach mit einer Stunde pro Woche in die Freiarbeit geht, dann ist um diese Stunde weniger gebundener Unterricht und die SchülerInnen erarbeiten den Lernstoff mit Hilfe von Materialien. Die Freiarbeitsphasen mit 8-10 Wochenstunden (2 Stunden täglich) sind von Ende Oktober bis Mitte Jänner und Anfang März bis Mitte Mai.

In der ersten Klasse lernen unsere neuen SchülerInnen die Arbeit in der Freiarbeit kennen; in den 2.bis 4. Klassen führen wir ein alters- und schulstufenübergreifendes Modell, d.h. die SchülerInnen aller 3 Jahrgänge treffen einander in einem Fachraum und können so voneinander lernen.

Von der 1. bis zur 3. Klasse gibt es keine Ziffernbenotung, sondern die SchülerInnen werden lernzielorientiert (=LOB) beurteilt, was die Möglichkeit zu individuellerem und differenzierterem Feedback als „normale“ Ziffern bietet. Die Lernziele werden in Semester – bzw. Jahresberichten zusammengefasst.

 

Informationsvideo zur Freiarbeit:
 

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